April 2019 und Folgemonate

Hallo,

die höchsten Korrelationen für Bodendruck und Temperatur des Zeitraums April – Juni 2019 ergaben sich aus den Märzwerten SSTs, Bodendruck, zonaler Wind im 150hPa – Niveau und der Niederschlagshöhe und – verteilung (jeweils 90°N – 30°S 0 – 360°). Auf diese Weise sind die wichtigsten Patterns und Indices enthalten, also AO, NAO, PNA, MJO, EA – WR etc.

Auswertungszeitraum: 1969 – 2018

Referenzperiode: 1981 – 2010

Anomalien: hPa bzw. Pa bzw. K

Methode: Canonical Correlation Analysis

 

April 2019:

Prognose April 2019 Bodendruck NH Bild aus März neu

Prognose Temperatur April 2019 NH Bild aus März

Mai 2019:

Prognose Mai 2019 Bodendruck NH Bild aus März

Prognose Mai 2019 Temperatur NH Bild aus März

Juni 2019:

Prognose Bodendruck Juni 2019 NH aus März

Prognose Juni 2019 Temperatur NH Bild aus März

Gruß

KHB

März 2019 und Folgemonate

Hallo,

die höchsten Korrelationen mit Bodendruck und Temperatur des Prognosezeitraums ergeben sich mit dem zonalen Wind des Februar im 100 und 150hPa Niveau (90°N – 90°S 0 – 360°).

Auswertungszeitraum: 1955 – 2018

Referenzperiode: 1981 – 2010

Anomalien: Pa bzw. hPa bzw. K

Methode: Canonical Correlation Analysis

Prognose März 2019 Bodendruck NH Bild aus Febr

Prognose März 2019 Temperatur NH Bild aus Febr

Prognose April 2019 Bodendruck NH Bild aus Febr

Prognose April 2019 Temperatur NH Bild aus Febr

Prognose Mai 2019 Bodendruck NH Bild aus Febr

Prognose Mai 2019 Temperatur NH Bild aus Febr

Gruß

KHB

 

 

Februar 2019 und Folgemonate

Hallo,

die höchsten Korrelationen mit Bodendruck und Temperaturen im Prognosezeitraum ergeben sich mit dem zonalen Wind im 150 -, 200 – und 250hPa – Niveau des Monats Januar, 90°N – 20°S, 0 – 360°.

Auswertungszeitraum: 1949 – 2018

Referenzperiode: 1981 – 2010

Anomalien: Pa bzw. hPa bzw. K

Methode: Canonical Correlation Analysis

Prognose Februar 2019 Bodendruck NH Bild aus Jan

Prognose Februar 2019 Temperatur NH Bild aus Jan

Prognose März 2019 Bodendruck NH Bild aus Jan

Prognose März 2019 Temperatur NH Bild aus Jan

Prognose April 2019 Bodendruck NH Bild aus Jan

Prognose April 2019 Temperatur NH Bild aus Jan

Gruß

KHB

Einige Winterphotos von heute 29.01.2019

Hallo,

einige Winterphotos (Schneephotos) von meinem Wohnort Kniebis, Nord- Schwarzwald, 910m ü.N.N.

Gesamtschneehöhe: 130cm

Gestern neu: 50cm

Blick aus dem Wohnzimmer auf die Terrasse (erste 2 Photos)

Anschließend beim Schneeschippen (ich bin 193cm groß)

und danach rund ums Haus

dsci1587dsci1588dsci1589dsci1590dsci1591dsci1592dsci1593dsci1594dsci1595dsci1596dsci1597dsci1598dsci1599dsci1600dsci1601dsci1602dsci1605

KHB

Über die NAO zur Zirkulationsanomalie

Hallo,

nach der Lektüre von

Wang / Ting / Kushner: A robust empirical seasonal prediction of winter NAO and surface climate. Scientific Reports 7, Article number: 279. March 2017.

Wang / Ting / Kushner

habe ich – in vereinfachter Form – die von den Autoren bestimmten Prädiktorvariablen verwendet, um daraus eine Prognose für die Zirkulationsanomalie der Wintermonate zu entwickeln.

Die Prädiktoren sind:

Geopotential auf der 70hPa – Ebene (20°S – 90°N 0 – 360°)

Eisausdehnung der Nordhemisphäre

SSTs (20°S – 90°N 0 – 360°)

September – oder Oktobermonate. Ich verwendete die Oktobermonate.

Analysezeitraum bei meinem Beitrag: 1949 – 2018

Referenzperiode: 1981 – 2010

Anomalien: Pa

Methode: Canonical Correlation Analysis

Dezember:

prognose dezember 2018 bodendruck nh aus okt

 

Januar:

prognose januar 2019 bodendruck nh bild aus okt 827+828+829

 

Februar:

prognose februar 2019 bodendruck bild nh aus okt

 

März:

prognose märz 2019 bodendruck nh bild aus okt

Ergänzung am 8. Januar 2019

Die Autoren oben genannter Studie betrachten sowohl den September als auch den Oktober als Ausgangspunkte ihrer Analyse. Ich habe in meiner Analyse den Oktober verwendet. Man könnte jetzt natürlich auch beide Monate – gleichberechtigt – heranziehen.

Dann sehen die Ergebnisse folgendermaßen aus (ansonsten gleiche Vorgehensweise, auf Grund der verdoppelten Datenmenge muss der Analysezeitraum auf 1966 – 2018 beschränkt werden, es handelt sich immerhin um 50.000 Gitterpunkte und die Rechenkapazität ist begrenzt):

Dezember:

prognose dezember 2018 bodendruck nh aus sept-okt

Januar:

prognose januar 2019 bodendruck nh aus sep-okt

Februar:

prognose februar 2019 bodendruck nh aus sep-okt

März:

prognose märz 2019 bodendruck nh aus sep-okt

Gruß

KHB

 

 

 

Die 1. Dezemberhälfte 2018 und der weitere Verlauf im europäisch – atlantischen Bereich

Hallo,

die 1. Dezemberhälfte ist für den weiteren Winterverlauf im europäisch – atlantischen Bereich von großer Bedeutung. „Altmeister“ Baur hat bereits beschrieben, dass sich Westlagen im Winter wiederholen (große Erhaltungs – und Wiederholungsneigung), wenn sie im 1. Dezemberdrittel übernormal häufig auftreten . Er hat Kriterien aufgestellt und eine Regel formuliert, die den Zeitraum ab 1760 erfasst und bisher keine Ausnahme zugelassen hat.

Die Regel lautet: Wenn die Durchschnittstemperatur sowohl vom 1. – 10. als auch vom 1. – 15. Dezember in Berlin (oder Potsdam) um mehr als 2,5K über dem Regelwert liegt, wird der Winter in Mitteleuropa milder als normal. Diese Regel gilt aber nur, wenn die milde Witterung vorwiegend mit Westlagen (einschl. Südwest – und Nordwestlagen) verknüpft war. Sie gilt also nicht, wenn Südlagen vorgeherrscht haben, denn bei Südlagen gibt es keine Wiederholungsneigung (eher gibt es dann eine Verbindung des russischen Hochs mit dem atlantischen, was einen kalten Winter bzw. Hochwinter in Mitteleuropa zur Folge haben kann).

Baur hat Berlin oder Potsdam gewählt, weil diese Orte weit genug vom Meer entfernt sind und die SSTs sonst einen zu großen Einfluss hätten. Und er hat keine Station in Süddeutschland gewählt, weil bei Westlagen Süddeutschland oft unter Hochdruckeinfluss steht und eine dünne Kaltluftschicht am Boden die milde Großwetterlage nur maskiert.

Genannte Bedingungen trafen in diesem Jahr zu, im ersten Dezemberdrittel lag die Durchschnittstemperatur in Potsdam um 5,3 K über dem von Baur angegebenen Wert und vom 1. – 15. Dezember um 4,0 K darüber.

Es muss aber noch berücksichtigt werden, dass sich die Temperaturabweichungen auf den Zeitraum 1760 – 1970 beziehen (Baurschen Werte) und dass Mitteleuropa definiert ist als Durchschnitt aus De Bilt, Potsdam, Basel und Wien.

Auf den folgenden Karten werden jedoch jeweils die Abweichungen zu 1981 – 2010 dargestellt.

Zunächst die Situation in der 1. Dezemberhälfte 2018 (zum Vergleich mit den entsprechenden Dezembermonaten seit 1876):

Temperaturabweichungen:

compday

 

 

 

Bodendruckabweichungen:

compday

Geopotentialabweichungen 500hPa:

compday

 

Ich habe nun die letzten 20 Dezembermonate, in denen diese Bedingungen gegeben waren, herangezogen (ohne 2015, das nicht zur Verfügung stand und 20 ist die Höchstzahl für das Programm), um die weitere Entwicklung zu betrachten, also wie sich die Baurschen Erkenntnisse in Bodendruckabweichungen, Temperaturabweichungen und Geopotentialabweichungen der Folgemonate niederschlagen.

Zunächst die Temperaturabweichungen der Dezembermonate jener Jahre:

facCIUB7gp

Die Bodendruckabweichungen:

YKLpmkwyOl

Die Geopotentialabweichungen 500hPa:

6zOCHA7L2r

Temperaturabweichungen in den Januaren jener Jahre:

bnqFcPPcLM

Bodendruckabweichungen:

E9RZx3ayUg

Geopotentialabweichungen 500hPa

2iF77p1zUS

Temperaturabweichungen in den Februarmonaten jener Jahre:

W4jXDsfMPZ

Bodendruckabweichungen:

k56uC1bwUw

Geopotentialabweichungen 500hPa:

4EtdFv6VnR

Temperaturabweichungen in den Märzmonaten jener Jahre:

G8ZyP97etU

Bodendruckabweichungen:

htutOZe0N9

Geopotentialabweichungen 500hPa:

91DPBx9Zt4

Ich denke, die Karten zeigen die Dominanz von Westlagen mit übernormalen Temperaturen (auch im Vergleich zu 1981 – 2010), in verschiedenen Variationen, erst im März scheint sich eine Umstellung anzubahnen, wobei die Temperaturen in Mitteleuropa dann im Bereich des Durchschnitts 1981 – 2010 liegen.

Gruß

KHB

Winterprognose 2018/19

Hallo,

etwas ungewöhnlich, eben experimentell, eine Langfristprognose, die (ausschließlich) auf den Verhältnissen in der Stratosphäre des Monats November beruht. Dabei werden die höchsten Korrelationen zwischen den entsprechenden Parametern und den Bodendruck – bzw. Temperaturanomalien der Folgemonate verwendet, konkret „zonaler Wind“ auf der 100 -, 150 – und 200hPa – Ebene, Bereich 90°N – 20°S, 0 – 360°.

Auswertungszeitraum 1949 – 2017/18

20.000 Gitterpunkte

Referenzperiode 1981 – 2010

Anomalien: Pa bzw. K bzw. m

Methode: Canonical Correlation Analysis

Dezember 2018:

 

Prognose Dezember 2018 Temp Europa

Prognose Dezember 2018 Geopot 500hPa

Januar 2019:

Prognose Januar 2019 Temp Europa

Prognose Januar 2019 Geopot 500hPa

Februar 2019:

 

Prognose Februar 2019 Temp Europa

Prognose Februar 2019 Geopot 500

Wie gesagt, das Rechenmodell erhält keine Informationen über SSTs, Temperaturen, Bodendruck und Geopotential. Immerhin zeigt es (trotzdem) den zu erwartenden schwachen bis mittleren El Nino (Modoki), angedeutet in den positiven Temperaturanomalien im äquatorialen Pazifik (unterer Rand) und die negative Druckabweichung bei den Aleuten (die mit El Nino einhergeht).

Laut Baur wird ja der Januar in Mitteleuropa zu kalt, wenn der Oktober in diesem Gebiet um mindestens 2 K zu warm und in Deutschland zu trocken war. Beide Voraussetzungen sind dieses Jahr gegeben. Mein Modell zeigt den hohen Druck über Russland (den Baur für solche Januare angibt), zeigt aber keine negative Temperaturabweichung über Mitteleuropa.

Über Grönland / Island herrscht zwar vorwiegend positive Druckabweichung, aber es scheint keine Blockierung zu geben (eine schwache im Januar bei 45°W, kann für ME auch Südlagen bedeuten), möglicherweise ist die Zugbahn der Tiefs im Dezember und Januar eher auf West – und Mitteleuropa gerichtet. Im Februar dominiert aus jetziger Sicht vorwiegend antizyklonale Witterung über Europa mit Schwerpunkten der positiven Druckabweichung über Mitteleuropa und Nordwestrussland.

Ergänzung: Am 11. Dezember habe ich auf Wunsch von Lesern die Temperaturanomalien der Wintermonate in Europa vergrößert dargestellt, außerdem die Geopotentialanomalien auf der 500hPa – Ebene ergänzt (natürlich mit den gleichen Inputdaten).

Gruß

KHB