Zweiter Blick auf den Winter 2018/19 nach Verlauf der letzten 6 Monate

Hallo,

nachdem ich im Juli einen ersten Ausblick auf den Winter 2018/19 gewagt habe, möchte ich nun auf gleiche Weise eine zweite „Prognose“ erstellen, eine „Prognose“, die ich vielmehr als „Szenario“ bezeichnen möchte, in dem Sinne, als dieses Muster rechnerisch am besten zu den vergangenen 6 Monaten passt. Da ich – wie gesagt – 6 Vormonate verwende, entfällt im Vergleich zum ersten Ausblick der Januar und der Juli kommt neu hinzu, 5 Monate bleiben also erhalten. Es wird sich zeigen, ob der 2. Blick den ersten bestätigt oder nicht. In den folgenden Monaten bis November kann sich natürlich noch eine Änderung ergeben und dann werden die Karten neu gemischt. Aber nun zum jetzigen Stand vom August 2018 mit den Daten Februar bis Juli:

Auswertungszeitraum 1980 – 2018

Vormonate Februar – Juli

Abweichungen: K bzw. Pa

Referenzperiode: 1981 – 2010

Methode: Canonical Correlation Analysis

Prognose Dezember 2018 Bodendruck NH Bild Febr-Juli

Prognose Dezember 2018 Temperatur NH Bild Febr-Juli

Prognose Januar 2019 Bodendruck NH Bild Febr-Juli

Prognose Januar 2019 Temperatur NH Bild Febr-Juli

Prognose Februar 2019 Bodendruck NH Bild Febr-Juli

Prognose Februar 2019 Temperatur NH Bild Febr-Juli

 

Im Wesentlichen entspricht der zweite Blick dem ersten. Die NAO befindet sich seit Dezember 2017 im positiven Zustand, auch im August wird das so sein, lediglich im März war sie negativ, die AO ist seit Februar positiv, ebenfalls im August, auch hier die Ausnahme März. Es ist anzunehmen, dass das Modell (aus diesem Grund) auch den Winter 2018/19 (vorwiegend) im positiven NAO – und AO – Modus sieht – und das vermutlich so lange, bis es Anzeichen für einen Wechsel gibt.

Gruß

KHB

 

 

Erster Blick auf den Winter 2018/19 nach Verlauf der ersten Jahreshälfte 2018

Hallo,

in den heißesten Tagen des Sommers sehnt man sich nach etwas Abkühlung, was liegt da näher als sich mit dem nächsten Winter zu befassen („Der nächste Winter kommt bestimmt.“).

Dies ist jedoch keine Prognose im eigentlichen Sinn (obwohl ich den Begriff verwende), sondern vielmehr eine Aussage darüber, welches Szenario des Winters 2018/19 am besten zum Verlauf der ersten Jahreshälfte 2018 passt. Bis November kann sich noch eine grundlegende Änderung ergeben oder auch nicht, die jetzige Aussage beruht auf den Gegebenheiten Januar bis Juni 2018, nicht als Durchschnitt dieser Monate, sondern als Kombination der Einzelanalysen, Bodendruckanomalien 20°S – 90°N 0 – 360°, Canonical Correlation Analysis, Referenzperiode 1981 – 2010, Auswertungszeitraum 1980 – 2018 (Rechenkapazität setzt die Grenzen), Anomalien Pa bzw. K.

Prognose Dezember 2018 Bodendruck NH Jan.-Juni

Prognose Dezember 2018 Temperatur NH Januar-Juni Druck

Prognose Januar 2019 Bodendruck NH Jan-Juni

Prognose Januar 2019 Temperatur NH Jan-Juni

Prognose Februar 2019 Bodendruck NH Jan-Juni

Prognose Februar 2019 Temperatur NH Jan-Juni

Gruß

KHB

 

August 2018 aus unterschiedlicher Perspektive

Hallo,

aus der Perspektive einzelner Vormonate ergibt sich ein unterschiedliches Bild für den Prognosemonat, in diesem Fall für den August 2018. Herangezogen werden die Bodendruckanomalien des Bereichs 20°S – 90°N 0 – 360° der 11 Vormonate, Zeitraum 1949 – 2017, Prognose Canonical Correlation Analysis, Referenzperiode 1981 – 2010, Bodendruckabweichungen in hPa.

Wie zu erwarten ist, zeigt sich tendenziell ein größerer Prognosewert, umso näher man dem Zielmonat kommt. Insofern verwundert es nicht, dass die Julianomalien den größten Hinweis auf die Bodendruckabweichungen des August geben (Prognose wird nachgereicht, so bald die Juliwerte vorliegen).

In der Rankingliste der Prognosegüte für die Bodendruckabweichungen des August der Nordhemisphäre nimmt der Juli also den 1. Platz ein (Wiederholungs – und Erhaltungsneigung spielen natürlich hier eine große Rolle). An 2. Stelle folgt der April, an 3. Stelle der Juni, an 4. der Mai, an 5. der März, an 6. der Oktober, an 7. der November, an 8. der Februar, an 9. der September, an 10. der Januar, an 11. und damit letzter Stelle liegt der Dezember.

Die Bodendruckabweichungen des August 2018 werden aus Perspektive der einzelnen Vormonate also unterschiedlich berechnet, die größte Eintreffwahrscheinlichkeit ist demzufolge anhand der Julidaten zu erwarten, die 2.größte anhand der Aprildaten und die geringste Wahrscheinlichkeit kommt den Dezemberdaten zu.

Dies sieht dann so aus:

1. Platz (anhand der Julidaten, wird nachgeliefert)

2. Platz: anhand der Aprildaten:

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus April

3. Platz (anhand der Junidaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Juni

4. Platz (anhand der Maidaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Mai

5. Platz (anhand der Märzdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus März

6. Platz (anhand der Oktoberdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Oktober

7. Platz (anhand der Novemberdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus November

8. Platz (aus Februardaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Februar

9. Platz (aus Septemberdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Sept

10. Platz (aus Januardaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Januar

11. Platz (aus Dezemberdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Dezember

Nimmt man die Monate September bis Juni als Grundlage für die Prognose, entsteht dieses Bild (aus Gründen der Rechenkapazität ist nur der Zeitraum 1994 bis 2017 möglich):

Prognose August 2018 Bodendruck NH Druck Sept.-Juni

Berücksichtigt man nur die ersten 4 der Rankingliste (siehe oben), sieht es so aus (Zeitraum 1964 bis 2017):

Prognose August 2018 Bodendruck NH Druck März-Juni

Der Zeitraum wird dann noch auf den Juli erweitert, wenn die Werte vorliegen.

Die Auswertung erfolgt dann im September.

Gruß

KHB

Verifikation der Juni 2018 – Prognose

Hallo,

hier die Prognose der Bodendruckanomalie (Pa) des Juni 2018:

Referenzperiode jeweils 1981 – 2010

Prognose Juni 2018 NH Bodendruck Bild

Real:

gi84H5kjX3

Die Prognose der Temperaturanomalie (K):

Prognose Juni 2018 Temperaturanomalie NH Bild

Real:

iKb9eNDvG9

 

Die Bodendruckanomalien wurden im Wesentlichen richtig prognostiziert: Tiefer Druck Alaska, Kanada, USA, Grönland, Davisstraße, Nordskandinavien, Sibirien, Mittelmeer, Nordafrika. Hoher Druck südlich der Aleuten, Hudsonbay, Atlantik über GB zur Ostsee (nicht exakt, aber angedeutet), Seegebiet nördlich von Ostsibirien.

Auch die Temperaturanomalien stimmen weitgehend überein: Negative Abweichungen im nördlichen Alaska, Nordostkanada (Schwerpunkt östlich der Hudsonbay), Grönland, Atlantik östlich von Neufundland, NW – Afrika, Ural – Westsibirien (Prognose etwas zu östlich). Positive Abweichungen große Teile Kanadas, der USA, beinahe ganz Europas mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel. Die Stärke der positiven Anomalie über dem nördlichen Sibirien wurde jedoch nicht hinreichend erkannt.

Gruß

KHB

Juli 2018 und Folgemonate

Hallo,

auf Grund der Bodendruck – Geopotential – und Temperaturanomalien im Gebiet 20°S – 90°N und 0 – 360° des Juni 2018 ergeben sich für die Folgemonate diese Anomalien:

Auswertung und Prognose: Canonical Correlation Analysis, Zeitraum 1949 – 2017

Referenzperiode: 1981 – 2010

Bodendruckanomalien: hPa (Juli, August) bzw. Pa (September)

Temperaturanomalien: K

Prognose Juli 2018 Bodendruck NH Bild neu

Prognose Juli 2018 Temperatur NH Bild

Prognose August 2018 Bodendruck NH Bild

Prognose August 2018 Temperatur NH Bild neu

Prognose September 2018 Bodendruck NH Bild neu

Prognose September 2018 Temperatur NH Bild neu

Gruß

KHB

 

Verifikation der Mai 2018 – Prognose

Hallo,

von den Ansätzen für die Prognose des Bodendrucks, die ich ausgewählt hatte, ist der folgende am besten. Die SSTs des April (20°S – 90°N 0 – 360°), gerechnet mit GCM des CPT:

Bodendruckanomalien: Pa

Temperaturanomalien: K

Referenzperiode: jeweils 1981 – 2010

Prognose Mai 2018 Bodendruck NH GCM

Real:

MpIBi8Xs3x

Hier liegen die Bodentemperaturen des April zu Grunde, gerechnet mit Canonical Correlation Analysis:

Prognose Mai 2018 Temperatur NH Bild

Real:

KvIzv5BbTB

Der Bodendruck wurde für den arktischen Bereich zu hoch prognostiziert, ansonsten eher stimmig, Alaska, Südgrönland, Island, Zentralasien tief, Westkanada, mittlerer Nordatlantik, Nordmeer, Skandinavien, Nordwestrussland, mittlerer Pazifik hoch. Die Brücke hohen Drucks vom südwestlichen Nordatlantik nach GB und Skandinavien ist angedeutet.

Die negativen Temperaturanomalien reichten über Nordamerika nicht soweit westwärts wie prognostiziert, während das Zentrum negativer Anomalien über Sibirien westlicher lag. Die positiven Anomalien über dem größten Teil Europas, Ostasiens und dem Pazifik wurden richtig vorhergesagt.

Gruß

KHB