Mai 2018 und Folgemonate

Hallo,

interessant ist auch der Ausblick in die folgenden Monate, wenn man den Faden weiterspinnt, über den Sommer hinaus, ein Gedankenspiel mit ernstem Hintergrund, wird doch zum Beispiel die NAO des Folgewinters anhand der SSTs im Gebiet süd – und südwestlich Grönlands anhand der dortigen Mai SSTs berechnet.

Als Grundlage wähle ich also die SSTs des Mai im Bereich 20°S – 90°N 0 – 360°, das heißt, hier sind dann nicht nur die Gewässer bei Grönland, sondern der gesamteNordatlantik, Nordpazifik, die tropischen Meere und damit auch ENSO enthalten. Zeitraum 1949 – 2018. Berechnung Global Circulation Model von CPT.

Anomalien: Pa

Referenzperiode: 1981 – 2010

 

Prognose Juni 2018 NH Bodendruck Bild

Prognose Juli 2018 NH Bodendruck Bild

Prognose August 2018 NH Bodendruck Bild

Prognose September 2018 Bodendruck NH SST

Prognose Oktober 2018 Bodendruck NH Bild

Prognose November 2018 Bodendruck NH Bild

Prognose Dezember 2018 Bodendruck NH Bild

Prognose Januar 2019 Bodendruck NH Bild

Prognose Februar 2019 Bodendruck NH Bild

Prognose März 2019 Bodendruck NH Bild

Gruß

KHB

 

Mai 2018 – Methode der Prognose

Hallo,

der Mai 2018 ist nun zwar schon weit fortgeschritten, spielt aber keine Rolle, es geht um das Finden der besten Methode und da sind allerlei Versuche nötig. In allen Fällen werden lediglich die Werte des Vormonats (April) verwendet, wäre technisch auch nicht anders möglich. Die Entwicklung des Monats Mai 2018 hat für die Prognose keinerlei Einfluss oder Bedeutung.

Kriterium ist auschließlich, welche Parameter des April haben mit Bodendruck und Temperatur der Nordhemisphäre des Mai die größte Beziehung, die höchste Korrelation.  Zeitraum ist 1949 bis 2017. Herangezogen wurden einzeln: Bodendruck, Temperatur, SSTs, Geopotential 10, 20, 30, 50, 100, 200, 500 hPa – Niveau, zonaler und meridionaler Wind auf diesen Ebenen, solar flux, Eisbedeckung der NH, Schneebedeckung der NH.

Dabei zeigte es sich, dass bei der Temperatur des Monats Mai die SSTs und die Bodentemperaturen des April die besten Ergebnisse bieten.

Prognose mit der Kombination dieser 2 Parameter (Anomalie in K, bezogen auf 1981 – 2010).

Prognose Mai 2018 Temperatur NH 139+140 Bild neu

Der bisherige Mai 2018 (1.-21.):

compday

Westkanada und Alaska wurden zu kalt gerechnet, ansonsten gibt es eine gute Übereinstimmung, die Hauptzentren Nordostkanada, Westrussland und Westsibirien wurden erkannt.

Beim Bodendruck zeigt sich die größte Übereinstimmung des Monats Mai mit dem Bodendruck des April und dem zonalen Wind im 50hPa – Niveau.

Prognose mit der Kombination dieser 2 Parameter (Anomalie in Pa, bezogen auf 1981 – 2010):

Prognose Mai 2018 Bodendruck NH 198+201Bild neu

Der bisherige Mai 2018 (1. – 23.):

109

 

Auch hier ist der Bereich Alaska – Westkanada problematisch, aber die Hauptaktionszentren Südgrönland, Atlantik, Skandinavien – Westrussland, Mittelmeer, Sibirien – Mongolei wurden erkannt.

Ich werde diesen Ansatz in den Folgemonaten im Auge behalten.

Gruß

KHB

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

April der Nordhemisphäre und Folgemonate – Fortsetzung

Hallo,

man kann den Faden ja weiterspinnen, spaßeshalber, trotzdem vielleicht mit ernstem Hintergrund. Der Monat April dient in diesem Fall als Ausgangsbasis der Berechnungen, das Modell erkennt Muster, die mit einiger Wahrscheinlichkeit andere Muster zur Folge haben. Nimmt man in den nächsten Monaten jeweils den vergangenen Monat als Basis, ist zu erkennen, ob es im Vergleich zum vorigen Monat in der Prognose Änderungen gibt, wenn ja, welche oder auch nicht, leichte Änderungen oder ob vielleicht plötzlich gegenteilige Ergebnisse zu sehen sind. Wie gesagt, das ist jetzt zunächst eine Spielerei, aber auch Profi – Dienste veröffentlichen Prognosen für 12 Monate oder so (als Müll) und falscher als falsch können meine auch nicht sein. In diesem Sinne:

Die Anomalien beziehen sich auf 1981 – 2010.

Einheit: Pa

Forecast_map_September 2018 Druck NH groß

Forecast_map_Oktober 2018 NH Druck groß

Forecast_map_November 2018 Druck NH groß

Forecast_map_Dezember 2018 Druck NH groß

Forecast_map_Januar 2019 Druck NH groß

Forecast_map_Februar 2019 Druck NH groß

Forecast_map_März 2019 Druck NH groß

Gruß

KHB

April der Nordhemisphäre und Folgemonate in Mitteleuropa

Hallo,

dies ist lediglich die Herausnahme von Mitteleuropa aus der Berechnung, die in meinem vorigen Beitrag zu sehen ist. Da die Unterschiede über Mitteleuropa sehr gering sind, habe ich bei der Darstellung auf absolute Werte verzichtet. Die Tendenz – und mehr kann eigentlich auch nicht erwartet werden – ist auf Grund der Wahrscheinlichkeitsaussage auch auf diese Weise erkennbar.

Die Anomalien beziehen sich jeweils auf 1981 – 2010.

Der Mai 2018 in Mitteleuropa:

Probabilistic_map_Mai 2018 Temperatur ME

 

Probabilistic_map_Mai 2018 Druck

 

Probabilistic_map_Mai 2018 Niederschlag ME

Der Mai 2018 müsste danach im nördlichen Mitteleuropa zu warm werden, der relativ hohe Druck wird im Norden, Osten und Südosten von tiefem Druck eingerahmt. Der Niederschlag wird im Norden überwiegend etwas unternormal sein, nach Südosten etwas übernormal.

 

 

Der Juni 2018:

Probabilistic_map_Juni 2018 Temperatur ME

 

Probabilistic_map_Juni 2018 Bodendruck ME

 

Probabilistic_map_Juni 2018 Niederschlag ME

 

Der Juni 2018 müsste deutlich zu warm ausfallen, von hohem Luftdruck geprägt sein und (aber) durchschnittliche  Niederschläge aufweisen.

 

Der Juli 2018:

Probabilistic_map_Juli 2018 Temperatur ME

 

Probabilistic_map_Juli 2018 Druck ME

 

Probabilistic_map_Juli 2018 Niederschlag ME

 

Der Juli 2018 müsste etwas zu warm sein bei überwiegend leicht zu niedrigem Druck, besonders über dem östlichen Teil und einer meist leicht positiven Niederschlagsabweichung. In Bayern könnte es auch zu trocken sein, möglicherweise ist dies durch eine gelegentliche SW – Komponente der Strömung bedingt.

 

Der August 2018:

Probabilistic_map_August 2018 Temperatur ME

 

Probabilistic_map_August 2018 Druck ME

 

Probabilistic_map_August 2018 Niederschlag ME

 

Der August 2018 ist ebenfalls zu warm, es zeigt sich tiefer Druck über GB und hoher über Ost – und Südosteuropa, dies hat Auswirkungen auf den Niederschlag, etwas übernormaler Niederschlag im Nordwesten und in Dänemark, unternormaler Niederschlag nach Südosten hin.

Gruß

KHB

April der Nordhemisphäre und Folgemonate

Hallo,

diesem Ansatz liegt nur 1 Monat zu Grunde, der April, aber eine genauere Analyse und die geographische Ausdehnung auf die gesamte Nordhemisphäre, die Ausgangsbasis bildet also der April der Nordhemisphäre mit Geopotentialdaten auf der 10hPa – , der 50hPa -, der 100hPa -, der 200hPa -, der 500hPa- Ebene, des Bodendrucks, der Bodentemperatur und der SSTs. Das sind insgesamt etwa 50.000 Gitterpunkte.

Das Modell errechnet dann anhand der Vergleichsdaten des Zeitraums 1988 – 2017 die wahrscheinlichste Weiterentwicklung (Durchschnitt aus 9 Ensembles) für die Folgemonate.

Die Anomalien beziehen sich jeweils auf 1981 – 2010.

Temperaturanomalien: K

Bodendruckanomalien: Pa

Niederschlagsanomalien: mm pro Tag

Der Mai 2018:

Forecast_map_Mai 2018 Temp NH groß

Forecast_map_Mai 2018 Druck NH groß

Forecast_map_Mai 2018 Niederschlag NH groß

Der Juni 2018:

Forecast_map_Juni 2018 Temp NH groß

Forecast_map_Juni 2018 Druck NH groß

Forecast_map_Juni 2018 Niederschlag NH groß

 

Der Juli 2018:

Forecast_map_Juli 2018 Temp NH groß

Forecast_map_Juli 2018 Druck NH groß

Forecast_map_Juli 2018 Niederschlag NH groß

Der August 2018:

Forecast_map_August 2018 Temp NH groß

Forecast_map_August 2018 Druck NH groß

Forecast_map_August 2018 Niederschlag NH groß

Gruß

KHB

 

Rekordwarmer April in Mittel – und Südosteuropa und folgender Sommer

Hallo,

es stellt sich die Frage, hat der wärmste April in Deutschland seit mindestens 1880 Auswirkungen auf das Sommerwetter. Zudem betraf diese Wärme nicht nur Deutschland, sondern insbesondere auch Südosteuropa, so dass der Wärmeüberschuss schon recht großflächig war. Wie in solchen Fällen üblich, gab es über dem Atlantik eine Zone negativer Temperaturabweichungen, wie hier zu sehen ist:

5XBbUHTlsD

Die größten positiven Abweichungen (gegenüber 1981 – 2010) traten mit über 5 K in Ost – und Südosteuropa auf, aber auch im Südosten Deutschlands waren es noch mehr als 4,5 K. Das (korrespondierende) Zentrum negativer Abweichung lag auf dem Atlantik bei 48°N und 40°W.

Um zu sehen, wie die Atmosphäre im europäisch – atlantischen Bereich auf die Temperaturanordnung (und damit auch Druckanordnung) des April prinzipiell reagiert, habe ich dem Rechenprogramm als einzigem Kriterium die Temperaturdaten der Aprilmonate dieses Raums eingegeben, also 37.5 – 60°N 47.5°W – 32.5°E. Das sind etwa 500 Gitterpunkte. Bezugsrahmen sind dann die Temperaturen und Luftdruckwerte der Sommermonate  Juni bis August. Als Vergleichszeitraum für das Programm habe ich die jetzige Klimaphase gewählt, 1987 bis 2017.

Die Anomalien beziehen sich jeweils auf 1981 – 2010.

Bodendruckanomalie: Pa

Temperaturanomalie: K

 

 

Prognose Juni 2018 Bodendruck Atl+Eu Bild

Prognose Juni 2018 Temperatur Atl+Eu Bild

Prognose Juli 2018 Bodendruck Atl+Eu Bild

Prognose Juli 2018 Temperatur Atl+Eu Bild

Prognose August 2018 Bodendruck Atl+Eu Bild

Prognose August 2018 Temperatur Atl+Eu Bild

Gruß

KHB

 

 

 

Winter 2017/18 – Ein kurzer Rückblick

Hallo,

der Winter 2017/18 fand statt unter den Bedingungen einer QBO – Ostphase (30hPa – Niveau), geringer Sonnenaktivität und einer schwachen La Nina. Daraus resultierten folgende Temperaturanomalien auf der Nordhemisphäre (jeweils auf 1981 – 2010 bezogen):

Am Boden:

4zBETrxxVc

Auf dem 850hPa – Niveau:

b1A0i55A2u

Auf dem 500hPa – Niveau:

zna5uoxC7x

In der Stratosphäre (30hPa – Niveau):

NfiN0qUVtX

In der Stratophäre gab es negative Temperaturabweichungen im Äquatorbereich, dann vor allem über Westsibirien sowie südlich der Aleuten und bei Neufundland. Die größten positiven Abweichungen traten unmittelbar über der Arktis auf sowie über Grönland, in ähnlichem Maße über Nordwestafrika.

Auf allen 3 Ebenen, Boden, 850hPa – und 500hPa – Niveau lagen die Durchschnittstemperaturen nördlich von 70°N deutlich über dem Mittel, am Boden bis zu 15K (Spitzbergen), auf dem 850hPa – Niveau bis zu 6K und auf dem 500hPa – Niveau bis zu 4K.

Negative Abweichungen erkennt man vor allem im Bereich 40 – 70°N, am Boden Kanada und Sibirien, auf dem 850hPa – Niveau außerdem noch Mitteleuropa, auf dem 500hPa – Niveau noch stärker ausgeprägt.

Betrachtet man Deutschland (großzügig definiert als 47.5 – 55°N und 5 – 15°E), so fällt hier diese Unterschiedlichkeit von Boden und höheren Schichten deutlich auf. Von den 70 Wintern seit 1948/49 bis zum vergangenen Winter liegt 2017/18 bei den Bodentemperaturen in der Reihenfolge von Kalt nach Warm an 45. Stelle, also ganz klar bei der milden Hälfte. Auf der 850hPa – Fläche liegt er jedoch an 17. Stelle (nach 1952/53, 53/54, 55/56, 61/62, 62/63, 64/65, 67/68, 69/70, 78/79, 80/81, 84/85, 85/86, 86/87, 2009/10, 11/12, 12/13), also sogar noch im kältesten Drittel.

Auf der 500hPa – Ebene belegt er den 15. Platz (nach 1951/52, 52/53, 54/55, 55/56, 62/63, 64/65, 67/68, 68/69, 69/70, 76/77, 84/85, 85/86, 2009/10, 12/13, er liegt also im kältesten Viertel.

Eine ähnliche Charakteristik hatte zuletzt der Winter 2012/13, in der Tendenz ebenfalls  „warme Arktis, kalte Kontinente“.

Temperaturanomalien im Winter 2017/18 in Deutschland:

Am Boden:

1hhSnJbSoc

Auf der 850hPa – Ebene:

NpNaTJ6kTg

Auf der 500hPa – Ebene:

qtvr640iEQ

Die Durchschnittstemperaturen der Winter in Deutschland seit 1948/49:

Am Boden:

climindex

Auf dem 850hpa – Niveau:

climindex

Auf dem 500hPa – Niveau:

climindex

Mild am Boden, kalt in der Höhe dokumentiert für Mitteleuropa einen atlantisch geprägten Winter mit der Dominanz maritimer Polarluft ohne anhaltende Hochdrucklagen (keine Inversion). Eine kurze Periode strenger Kälte Ende Februar brachte sowohl am Boden als auch in hohen Schichten den „richtigen Winter“  – immerhin ein starker Abgang.

Gruß

KHB