Über die NAO und AO des Mai zur Zirkulation der Folgemonate

Hallo,

über die Weichenstellung des Mai für die NAO und AO (SSTs zum Beispiel) der Folgemonate (besonders für den folgenden Winter) gibt es viele wissenschaftliche Studien. Man könnte nun auch vom Ende her denken: Welche Zirkulationsform muss der Mai haben, um in den folgenden 10 Monaten eine vorwiegend negative NAO / AO bzw. eine vorwiegend positive NAO / AO zu bewirken oder wenigstens Indikator für eine bestimmte Entwicklung zu sein?

Dazu habe ich für jedes Jahr seit 1950 die Anzahl der Monate mit negativer und positiver NAO / AO für den Zeitraum Juni bis März ausgezählt, also 10 Monate, getrennt nach NAO und AO, im Höchstfall also 20 mal negativ bzw. positiv.

Die größte Anzahl von negativen NAO / AO – Monaten dieses Zeitraums gab es 1968/69, nämlich 18 (von 20 möglichen), die geringste Anzahl 2018/19 mit 3.

Nun habe ich die 20 Maimonate bestimmt, denen die größte Anzahl von Monaten mit negativer NAO / AO folgte, die Unterschiede treten im 300hPa – Niveau am deutlichsten auf:

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Und nun die 20 Maimonate, denen die größte Anzahl von Monaten mit positiver NAO / AO folgte:

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Die deutlichsten Unterschiede zwischen beiden Systemen erkennt man vor der Westküste Nordamerikas, über Neufundland, Nordostkanada, Davisstraße, Grönland, dann Südskandinavien, das Uralgebiet und Sibirien. Die zonale Zirkulation (positive NAO und AO) sieht man am hohen Geopotential über Neufundland und dem tiefen über Grönland, die inverse Zirkulation am tiefen über Neufundland und hohen über Grönland. Diese Zirkulationsformen haben anscheinend große Beständigkeit und werden dann auch durch die SSTs gestützt bzw. reagieren auf die SSTs (Wechselwirkung).

Auch im Einzelfall zwischen den extremen Einzelfällen Mai 1968 und 2018 (Folgemonate) wird dies deutlich.

Mai 1968:

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Mai 2018:

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Zum Vergleich: Mai 2019

 

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Der Mai 1968 mit seiner stark negativen NAO und AO hatte nun zwischen Juni und März 1969 – wie gesagt – die größte Anzahl negativer NAO / AO – Monate:

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Der Mai 2018 mit seiner stark positiven NAO / AO hatte im selben Zeitraum, also bis März 2019, die größte Anzahl positiver NAO / AO – Monate:

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Führen die negativen NAO / AO – Monate Juni bis März zurück zu einem Mai mit negativer NAO / AO, so lässt ein negativer NAO / AO – Monat Mai logischerweise eine Wiederholungs – und Erhaltungsneigung in den Folgemonaten erkennen:

Juni bis März mit größter Häufigkeit von Monaten mit negativer NAO / AO (20 Jahre):

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……….und ein positiver NAO / AO – Monat Mai lässt folglich ebenfalls eine Wiederholungs- und Erhaltungsneigung erkennen:

Juni bis März mit größter Häufigkeit von Monaten mit positiver NAO / AO (20 Jahre):

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Was bedeutet dieser Zusammenhang nun für den Zeitraum Juni 2019 bis März 2020?

Innerhalb der Jahre mit negativen NAO / AO – Maimonaten bestimme ich diejenigen mit der größten Übereinstimmung im atlantisch – europäischen Raum mit dem Mai 2019 (Geopotential 300hPa – Niveau), also Übereinstimmung in der nordhemisphärischen Zirkulation im Allgemeinen und der atlantisch – europäischen im Besonderen.

Der Mai 2019:

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Nahezu identische Maimonate:

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Daraus folgt die Prognose für Juni 2019 (Geopotentialanomalie 500hPa):

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Juli 2019:

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August 2019:

5XjfyySUtP

 

September 2019:

g1ujXqS3Du

 

Oktober 2019:

e3MUDGPKUP

 

November 2019:

Dgo1ym2BBU

 

Dezember 2019:

IZVvAZpydb

 

Januar 2020:

SWWQVM7Cpv

 

Februar 2020:

8v6OcaIk4q

 

März 2020:

S1C69fYj0r

 

Gruß

KHB

 

 

Extrem negative NAO und AO im Mai 2019 und Folge(monate)

Hallo,

nach dem Mai 2018 mit seiner stark positiven Nordatlantik Oszillation, NAO, (+2.12 und damit 4.höchste Mai – NAO) und der ebenfalls stark positiven Arktischen Oszillation, AO,  (+1.180 und damit auch 4.höchste MAI – AO, jeweils seit 1950), ist der Absturz zur extrem negativen NAO und AO im Mai 2019 schon sehr beachtlich.

Die NAO im Mai 2019 ist die mit Abstand niedrigste Mai – NAO seit 1950.

NAO im Mai:

1. Platz: 2019 mit -2.62

2. Platz: 2017 mit -1.91

3. Platz: 1968 mit -1.76

4. Platz: 2008 mit -1.73

Die AO im Mai 2019 ist die 3.niedrigste Mai – AO seit 1950.

AO im Mai:

1. Platz: 1954 mit -1.656

2. Platz: 1993 mit -1.607

3. Platz: 2019 mit -1.231

4. Platz: 2008 mit -1.205

Vergleicht man die Bodendruckwerte der beiden Maimonate 2019 und 2018, werden die Unterschiede deutlich:

Bodendruck Mai 2019 minus Mai 2018:

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Starker Druckanstieg im gesamten arktischen Bereich, vor allem bei Grönland und tieferer Druck in den mittleren Breiten (vom Mai 2018 zum Mai 2019), also eine Umkehrung.

Noch auffallender sind die Veränderungen der SSTs im Nordatlantik:

SSTs Mai 2019 minus Mai 2018:

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Die negativen SST Anomalien südöstlich Neufundlands, die von positiven südlich Grönlands über den Ostatlantik halbkreisförmig umschlossen werden, gehen mit einer negativen NAO einher bzw. zeigen die Entwicklung zu einer negativen NAO (auch in den Folgemonaten??????) an.

Da sowohl NAO als auch AO des Mai 2019 extrem negativ waren, kann über Korrelation bzw. linearer Regression betrachtet werden, wie sich diese in den Folgemonaten auswirken bzw. welche Impulse davon ausgehen, das heißt rein rechnerisch können dadurch die Extremwerte für die Folgemonate in Betracht gezogen werden.

Dabei ist jetzt bitte Folgendes zu beachten: Bei negativer NAO und AO des Mai (wie 2019), ist bei Korrelation bzw. linearer Regression die negative Abweichung (des Geopotentials in den Folgemonaten) positiv dargestellt (also gleich zu gleich ist positiv) und die positive Abweichung negativ (also umgekehrt ist negativ).

Lineare Regression NAO und AO des Mai und Geopotentialabweichung im 500hPa – Niveau der Folgemonate, Zeitraum ist 1948 bzw. 1950 bis 2018/19. Dabei wird auch auf die Unterschiede eingegangen, die sich zwischen NAO und AO für die Folgemonate ergeben. Die Beschreibungen beziehen sich auf die negative NAO bzw. AO (wie 2019), bei positiver NAO bzw. AO ist es dann genau umgekehrt.

Juni:

NAO:

78

Bei negativer Mai – NAO ist im Juni mit positive Geopotentialabweichung im arktischen Bereich, über Grönland, bei den Aleuten, über Südeuropa und Sibirien zu rechnen (bei positiver NAO negative Abweichung). Bei negativer Mai – NAO ist im Juni negative Geopotentialabweichung über dem mittleren Nordatlantik, dem Nordmeer und Skandinavien wahrscheinlich ( bei positiver Mai – NAO positive Abweichung).

AO:

Die AO des Mai liefert für den Juni ein etwas anderes Bild:

78

Übereinstimmung besteht für die Arktis und Grönland, in geringerem Maße für die Aleuten, Sibirien und Skandinavien, für Mitteleuropa deutet sich sogar leicht negative Geopotentialabweichung an.

Juli:

NAO:

78

Hohes Geopotential über der Arktis und Grönland bleibt erhalten, mittlerer Nordatlantik auch hoch, auch Nordchina, tief Aleuten, NO – Kanada, Ostsee – Baltikum.

AO:

78

Übereinstimmung Arktis, mittlerer Nordatlantik,  stärker ausgeprägt ist das tiefe Geopotential über Kanada und über Europa.

August:

NAO:

78

Arktis tiefes Geopotential, eine Zone hohen Geopotentials zieht sich von Alaska über Nordostkanada, Grönland, Island, Ostatlantik, Skandinavien bis Ostsibirien, ein kleines Gebiet mit niedrigem Geopotential liegt über dem südlichen Mitteleuropa und dem Mittelmeer.

AO:

78

Ähnlich.

September:

NAO:

78

Hohes Geopotential Arktis, Kanada, Grönland, Skandinavien, tiefes Aleuten, vor allem GB und Mitteleuropa.

AO:

78

Ähnlich.

Oktober:

NAO

78

Hohes Geopotential Arktis und eine Zone von NW – Afrika über Mitteleuropa bis Nordrussland und China, tiefes Geopotential westlich von GB.

AO:

78

Hier gibt es deutliche Unterschiede / Gegensätze, also unterschiedliche Signale.

November:

NAO:

78

Hohes Geopotential Arktis, Grönland, Aleuten, Westrussland, tiefes Westkanada, Europa, Sibirien.

AO:

78

Unterschiedliche Signale Nordamerika, tiefes Geopotential Azoren, westliches Europa verstärkt, Übereinstimmung Westrussland.

Dezember:

NAO:

78

Hohes Geopotential Ostsibirien, Aleuten, Nordatlantik, Naher Osten, Sibirien, China, tiefes NW – Kanada, Skandinavien, Mitteleuropa.

AO:

78

Weitgehende Übereinstimmung, insbesondere Atlantik – Europa.

Januar:

NAO:

78

Hohes Geopotential Arktis, NO – Kanada, Grönland, USA, Westatlantik, Sibirien, tiefes Nordmeer, Skandinavien,  Mittel – Osteuropa, Japan.

AO:

78

Weitgehende Übereinstimmung.

Februar:

NAO:

78

Hohes Geopotential NO – Kanada, Nordatlantik, Nordskandinavien, tiefes Alaska, Osten der USA, insbesondere Zentraleuropa.

AO:

78

Weitgehende Übereinstimmung, insbesondere Atlantik – Europa.

März:

NAO:

78

Hohes Geopotential Arktis, Grönland, Nordatlantik, Ostsibirien – Aleuten, tiefes Westkanada, Osten der USA, Westeuropa – Mittelmeer, Sibirien.

AO:

78

Tiefes Geopotential im Westen der USA stärker ausgeprägt, ebenso im Atlanik 30 bis 40°N und über Europa.

Mal sehen, wie sich die Zirkulation an diese Vorgaben hält.

Gruß

KHB

 

 

 

 

Einige Winterphotos von heute 29.01.2019

Hallo,

einige Winterphotos (Schneephotos) von meinem Wohnort Kniebis, Nord- Schwarzwald, 910m ü.N.N.

Gesamtschneehöhe: 130cm

Gestern neu: 50cm

Blick aus dem Wohnzimmer auf die Terrasse (erste 2 Photos)

Anschließend beim Schneeschippen (ich bin 193cm groß)

und danach rund ums Haus

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KHB

Die 1. Dezemberhälfte 2018 und der weitere Verlauf im europäisch – atlantischen Bereich

Hallo,

die 1. Dezemberhälfte ist für den weiteren Winterverlauf im europäisch – atlantischen Bereich von großer Bedeutung. „Altmeister“ Baur hat bereits beschrieben, dass sich Westlagen im Winter wiederholen (große Erhaltungs – und Wiederholungsneigung), wenn sie im 1. Dezemberdrittel übernormal häufig auftreten . Er hat Kriterien aufgestellt und eine Regel formuliert, die den Zeitraum ab 1760 erfasst und bisher keine Ausnahme zugelassen hat.

Die Regel lautet: Wenn die Durchschnittstemperatur sowohl vom 1. – 10. als auch vom 1. – 15. Dezember in Berlin (oder Potsdam) um mehr als 2,5K über dem Regelwert liegt, wird der Winter in Mitteleuropa milder als normal. Diese Regel gilt aber nur, wenn die milde Witterung vorwiegend mit Westlagen (einschl. Südwest – und Nordwestlagen) verknüpft war. Sie gilt also nicht, wenn Südlagen vorgeherrscht haben, denn bei Südlagen gibt es keine Wiederholungsneigung (eher gibt es dann eine Verbindung des russischen Hochs mit dem atlantischen, was einen kalten Winter bzw. Hochwinter in Mitteleuropa zur Folge haben kann).

Baur hat Berlin oder Potsdam gewählt, weil diese Orte weit genug vom Meer entfernt sind und die SSTs sonst einen zu großen Einfluss hätten. Und er hat keine Station in Süddeutschland gewählt, weil bei Westlagen Süddeutschland oft unter Hochdruckeinfluss steht und eine dünne Kaltluftschicht am Boden die milde Großwetterlage nur maskiert.

Genannte Bedingungen trafen in diesem Jahr zu, im ersten Dezemberdrittel lag die Durchschnittstemperatur in Potsdam um 5,3 K über dem von Baur angegebenen Wert und vom 1. – 15. Dezember um 4,0 K darüber.

Es muss aber noch berücksichtigt werden, dass sich die Temperaturabweichungen auf den Zeitraum 1760 – 1970 beziehen (Baurschen Werte) und dass Mitteleuropa definiert ist als Durchschnitt aus De Bilt, Potsdam, Basel und Wien.

Auf den folgenden Karten werden jedoch jeweils die Abweichungen zu 1981 – 2010 dargestellt.

Zunächst die Situation in der 1. Dezemberhälfte 2018 (zum Vergleich mit den entsprechenden Dezembermonaten seit 1876):

Temperaturabweichungen:

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Bodendruckabweichungen:

compday

Geopotentialabweichungen 500hPa:

compday

 

Ich habe nun die letzten 20 Dezembermonate, in denen diese Bedingungen gegeben waren, herangezogen (ohne 2015, das nicht zur Verfügung stand und 20 ist die Höchstzahl für das Programm), um die weitere Entwicklung zu betrachten, also wie sich die Baurschen Erkenntnisse in Bodendruckabweichungen, Temperaturabweichungen und Geopotentialabweichungen der Folgemonate niederschlagen.

Zunächst die Temperaturabweichungen der Dezembermonate jener Jahre:

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Die Bodendruckabweichungen:

YKLpmkwyOl

Die Geopotentialabweichungen 500hPa:

6zOCHA7L2r

Temperaturabweichungen in den Januaren jener Jahre:

bnqFcPPcLM

Bodendruckabweichungen:

E9RZx3ayUg

Geopotentialabweichungen 500hPa

2iF77p1zUS

Temperaturabweichungen in den Februarmonaten jener Jahre:

W4jXDsfMPZ

Bodendruckabweichungen:

k56uC1bwUw

Geopotentialabweichungen 500hPa:

4EtdFv6VnR

Temperaturabweichungen in den Märzmonaten jener Jahre:

G8ZyP97etU

Bodendruckabweichungen:

htutOZe0N9

Geopotentialabweichungen 500hPa:

91DPBx9Zt4

Ich denke, die Karten zeigen die Dominanz von Westlagen mit übernormalen Temperaturen (auch im Vergleich zu 1981 – 2010), in verschiedenen Variationen, erst im März scheint sich eine Umstellung anzubahnen, wobei die Temperaturen in Mitteleuropa dann im Bereich des Durchschnitts 1981 – 2010 liegen.

Gruß

KHB

Klimawandel in Europa

Hallo,

als Ergänzung zu meinem Beitrag „Klimawandel“ möchte ich hier speziell die Unterschiede in Europa aufzeigen, die Unterschiede zwischen den letzten 30 bzw. 31 Jahren und den davor liegenden 30 bzw. 31, also 1987/88 bis 2017/18 mit 1956/57 bis 1986/87 vergleichen.

Ich wähle hier die Darstellung in Form der Geopotentialunterschiede auf der 500hPa – Ebene, nachdem ich im letzten Beitrag Bodendruck und Temperatur herangezogen hatte.

Januar:

xBnRbYQLGV

Februar:

XhVuZD3ZHI

März:

HJYsicSqrW

April:

fCP8CNQHe0

Mai:

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Juni:

zrgKXkQk4X

Juli:

EFW5MWmQQI

August:

65P3hvD3XZ

September:

7uFt4pZaN4

Oktober:

li6vt1xz2V

November:

LBYgYB_QqX

Dezember:

5HmTwzLd7L

Jahr:

6ox5Nw9W8S

Wie zu sehen ist, liegt Mitteleuropa in den meisten Monaten im oder nahe am Zentrum der größten Geopotentialzunahme, dies erklärt die Schneearmut und (Höhen-) Wärme der Wintermonate (und des März) und die Hitze von Mai bis August (oft sogar schon im April beginnend, ähnliche Konstellation wie im Juli). In jenem Monat liegt das Gebiet größter Geopotentialzunahme über Westrussland und ein Bereich mit Geopotentialreduzierung liegt westlich der Britischen Inseln, für Kontinentaleuropa bedeutet dies eine südliche Grundströmung feucht – heißer Luft, gewitteranfällig, auch der Oktober bietet ein ähnliches Strömungsmuster.

Eine Ausnahme bildet der September, hier gab es in den 90er Jahren einige kühle oder sehr kühle und tiefdruckbestimmte Monate, die das Geopotential sinken ließen. Aber spätestens seit dem trocken – heißen September 2016 wird auch dieser Monat auf Linie gebracht (werden).

Dieses Gesamtbild ist auch im Jahresdurchschnitt zu erkennen, eine grundsätzliche Zunahme des Geopotentials, Schwerpunkt Frankreich, Süddeutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Balkanländer, Türkei bis zum Iran, einhergehend mit höherem Bodendruck und höherer Temperatur. Keine Änderung gab es nur im Bereich Südgrönland – Island.

Gruß

KHB

Klimawandel

Hallo,

in diesem (in Europa) heißen Sommer 2018 ist in vermehrtem Maße wieder von „globaler Erwärmung“ oder „Klimawandel“ die Rede. Und in der Tat sind die Veränderungen nicht zu übersehen, wenn man die letzten 30 (oder 31) Jahre mit den davor liegenden 30 (oder 31) vergleicht, konkret den Zeitraum 1987/88 bis 2017/18 mit 1956/57 bis 1986/87. Ich möchte diese Veränderung lediglich dokumentieren, monatsweise, Jahresdurchschnitt, global, Bodendruck und Temperatur. Eine detaillierte Ursachenforschung steht mir nicht zu, da gibt es kompetentere Personen. Aber vielleicht so viel: Das Zusammenwirken anthropogener Faktoren (mehr CO2 in der Atmosphäre) mit natürlicher Klimavariabilität in einem nichtlinearen dynamischen System führt mit großer Wahrscheinlichkeit zu vorliegendem Ergebnis (wobei die Schwierigkeit wohl darin besteht, die Anteile zu quantifizieren).

Dazu Jörg Negendank, GeoForschungszentrum Potsdam auf einer Klimatagung in Potsdam, 2003:

„……..Ein in diesem Zusammenhang besonders interessantes Phänomen, das für das Auf und Ab der Temperaturen der Arktis und in den mittleren Breiten verantwortlich ist, heißt Arktische Oszillation. Dabei handelt es sich um eine großräumige dekadische Schwingung der Atmosphäre………..“ Meine Frage / Anmerkung: Gilt das auch für die Antarktische Oszillation????????????

Klaus Dethloff, Alfred – Wegener – Institut für Polar – und Meeresforschung, Bremerhaven auf derselben Tagung:

„So wie eine Trommel natürliche Schwingungsmoden hat, ist die Arktische Oszillation eine natürliche Schwingung der Atmosphäre. Wenn man die Atmosphäre anstößt, mit schwankender Sonneneinstrahlung, mit Vulkanaerosolen, die das Sonnenlicht abblocken oder mit zusätzlichen Treibhausgasen und Ozonveränderungen, reagiert sie mit den Schwingungen der Arktischen Oszillation.“ Auch hier meine Frage / Anmerkung: Gilt das auch für die Antarktische Oszillation??????????????

Januar:

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kmCBLRUVGN

 

Februar:

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b6u4VOsUeR

März:

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April:

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KBwTD9KHyh

Mai:

_V0bzWHCBu

b0O2T5MxLJ

Juni:

vG8wOn3IBX

lZHaLzmgSj

Juli:

gzDdpPQLhn

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August:

IaPlnADoXN

Y7J7yvgX6S

September:

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Oktober:

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HGqgV7qBV9

November:

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Dezember:

amPtl7zrtr

cfKtZbHiHf

Jahr:

Qa5JQX1OlQ

qNdRSYvcpU

Der Temperaturanstieg überrascht nicht, vielleicht das Ausmaß einiger Monate und einiger Regionen (insbesondere arktische und antarktische), Unterschied bis zu 9K im 30jährigen Mittel (einzelner Monate) und bis zu 4K im Jahresmittel.

Überrascht hat mich die Veränderung des Bodendrucks (am stärksten in den Wintermonaten von Nord – und Südhemisphäre), insgesamt unterscheiden sich die beiden Zeiträume fundamental, der Ausdruck „Klimawandel“ signalisiert daher in seiner implizierten „Sanftheit“ eher Verharmlosung und „globale Erwärmung“ trifft nur einen Teilaspekt. Ich denke, der Begriff „Klimaumbruch“ trägt der Radikalität und Schnelligkeit dieser Veränderung besser Rechnung und ist mit den (mehr als) 30jährigen Vergleichszeiträumen abgesichert.

Gruß

KHB

 

 

 

August 2018 aus unterschiedlicher Perspektive

Hallo,

aus der Perspektive einzelner Vormonate ergibt sich ein unterschiedliches Bild für den Prognosemonat, in diesem Fall für den August 2018. Herangezogen werden die Bodendruckanomalien des Bereichs 20°S – 90°N 0 – 360° der 11 Vormonate, Zeitraum 1949 – 2017, Prognose Canonical Correlation Analysis, Referenzperiode 1981 – 2010, Bodendruckabweichungen in hPa.

Wie zu erwarten ist, zeigt sich tendenziell ein größerer Prognosewert, umso näher man dem Zielmonat kommt. Insofern verwundert es nicht, dass die Julianomalien den größten Hinweis auf die Bodendruckabweichungen des August geben (Prognose wird nachgereicht, so bald die Juliwerte vorliegen).

In der Rankingliste der Prognosegüte für die Bodendruckabweichungen des August der Nordhemisphäre nimmt der Juli also den 1. Platz ein (Wiederholungs – und Erhaltungsneigung spielen natürlich hier eine große Rolle). An 2. Stelle folgt der April, an 3. Stelle der Juni, an 4. der Mai, an 5. der März, an 6. der Oktober, an 7. der November, an 8. der Februar, an 9. der September, an 10. der Januar, an 11. und damit letzter Stelle liegt der Dezember.

Die Bodendruckabweichungen des August 2018 werden aus Perspektive der einzelnen Vormonate also unterschiedlich berechnet, die größte Eintreffwahrscheinlichkeit ist demzufolge anhand der Julidaten zu erwarten, die 2.größte anhand der Aprildaten und die geringste Wahrscheinlichkeit kommt den Dezemberdaten zu.

Dies sieht dann so aus:

1. Platz (anhand der Julidaten, wird nachgeliefert)

2. Platz: anhand der Aprildaten:

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus April

3. Platz (anhand der Junidaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Juni

4. Platz (anhand der Maidaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Mai

5. Platz (anhand der Märzdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus März

6. Platz (anhand der Oktoberdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Oktober

7. Platz (anhand der Novemberdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus November

8. Platz (aus Februardaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Februar

9. Platz (aus Septemberdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Sept

10. Platz (aus Januardaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Januar

11. Platz (aus Dezemberdaten):

Prognose August 2018 Bodendruck NH aus Dezember

Nimmt man die Monate September bis Juni als Grundlage für die Prognose, entsteht dieses Bild (aus Gründen der Rechenkapazität ist nur der Zeitraum 1994 bis 2017 möglich):

Prognose August 2018 Bodendruck NH Druck Sept.-Juni

Berücksichtigt man nur die ersten 4 der Rankingliste (siehe oben), sieht es so aus (Zeitraum 1964 bis 2017):

Prognose August 2018 Bodendruck NH Druck März-Juni

Der Zeitraum wird dann noch auf den Juli erweitert, wenn die Werte vorliegen.

Die Auswertung erfolgt dann im September.

Gruß

KHB