Momentaufnahme – 10. November vor milden und kalten Wintern in Mitteleuropa

Hallo,

der 10. November vor den 20 mildesten Wintern in Mitteleuropa seit 1950:

Bodendruckabweichung:

compday

Zum Vergleich, 10. November 2016:

91

 

Bodendruckabweichung des 10. November vor den 20 kältesten Wintern in Mitteleuropa seit 1950:

compday

Meine Meinung:

Vor kalten Wintern befindet sich hoher Druck bei Alaska, Grönland und angrenzenden Meeresgebieten. Dieser fehlt 2016. Jedoch fehlt 2016 auch der hohe Druck südlich der Aleuten, wie er vor milden Wintern üblich ist. Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass von diesen Gebieten Tiefdrucktätigkeit ausgeht, sich in den Atlantik fortsetzt und in der Folge zu einer Zonalisierung führt und Mitteleuropa zum Dezember hin SW – bis W – Strömung erhält.

Über Europa und Asien gibt es sowohl Anzeichen für „kalt“ (Tiefs auf 40 – 50°N) als auch für „mild“ (Ostatlantik, Sibirien).

Geopotentialabweichung am 10. November vor den 20 mildesten Wintern seit 1950 auf der 500hPa – Ebene:

compday

Zum Vergleich, 10. November 2016:

91

 

Geopotentialabweichung am 10. November vor den 20 kältesten Wintern in Mitteleuropa auf der 500hPa Ebene.

compday

Meine Meinung:

Weitgehend inverse Situation zu „kalt“ im Raum Amerika / Grönland, Ausnahme Aleuten / Westküste Kanadas. Atlantik eher Richtung „mild“. Asien Hinweise auf „kalt“ (tiefes Geopotential zwischen 40 und 50°N).

Geopotentialabweichung am 10. November in der Stratosphäre vor den 20 mildesten Wintern seit 1950 in Mitteleuropa:

compday

 

Zum Vergleich, 10. November 2016:

91

 

Geopotentialabweichung am 10. November in der Stratosphäre vor den 20 kältesten Wintern in Mitteleuropa seit 1950:

compday

 

Meine Meinung:

Ähnlichkeiten kann man zu beiden Gruppen finden, mit „mild“ stimmt die Lage positiven Geopotentials ziemlich gut überein, mit „kalt“ die Flankierung tiefen Geopotentials.

Fazit: Die Küche im Raum Kanada / Grönland braut möglicherweise etwas zusammen, was dann stromab zur Zonalisierung führt und damit zu mildem Winter in Mitteleuropa. Die Frage ist, ob der Widerstand über Asien (winterliches Hoch, übernormale Ausbreitung der Schneedecke) gegenteilige Effekte bewirkt oder einfach plattgewalzt wird.

Ich werde für den 20. November einen erneuten Vergleich durchführen. Es ist dann zwar ebenfalls nur eine „Momentaufnahme“, aber es zeigt sich dann „auch“ eine Entwicklung.

Gruß

KHB