Verifikation der Juni 2017 – Prognose

Hallo,

in meinem Beitrag vom 11. Mai 2017 „Temperaturen West – und Mitteleuropas als Folge rhythmischer Druckschwankungen über dem Nordpazifik und Nordatlantik (im Juni)“ prognostizierte ich für Juni 2017 für genannten Bereich (definiert als 47.5 – 55°N 10°W – 17.5°E): Zugehörigkeit zum warmen Drittel (des Zeitraums 1987 – 2016). Die Durchschnittstemperatur des warmen Drittels beträgt 15,551°C, diesen Wert habe ich dann als Prognose verwendet. Tatsächlich eingetreten ist 16,195°C, die Abweichung beträgt also 0,644 K (kältester Juni seit 1987 war der Juni des Jahres 1991 mit 12,772°C und den wärmsten Juni gab es im Jahre 2003 mit 16,808°C). Der Juni 2017 war damit zweitwärmster Juni seit 1987.

Dies war meine Prognose für die NH (Geopotanomalie 500hPa):

ocrCd2STEN

Tatsächlich eingetreten ist dies:

AFvWY740uB

Insgesamt kann man sagen, die Prognose ist eine „abgemilderte“ Form der Realität, die Realität ist markanter.

Das tiefe Geopotential im Raum Island wurde erkannt (auch die Schleppe Richtung Nordamerika), ebenso das hohe Geopotential über dem südlichen Europa. Das tiefe Geopotential über Nordwestrussland erscheint in der Prognose lediglich als neutrale Zone. Das prognostizierte hohe Geopotential über Sibirien wurde entlang der Nordküste durchbrochen. Über der Davisstraße und Grönland ist das vorhergesagte hohe Geopotential in der Realität nur rudimentär über der Hudsonbay und Spitzbergen zu finden. Die Zone neutraler Verhältnisse oder leicht negativer Geopotentialanomalien über Nordamerika ist in etwa korrekt erkannt.

Hier noch die graphische Gegenüberstellung von Prognose Juni 2017 und Realität (72 Zonen der NH):

Juni 2017 Geopot Prognose Realität

 

MAE: 13,29

RMSE: 18,68

R²: 0.9905

Gruß

KHB

Verifikation der Mai 2017 – Prognose

Hallo,

dies war die Prognose für Mai 2017:

vWyjekl9uO

Tatsächlich eingetreten ist dies:

_EO59ZM5UO

Tiefes Geopotential bei den Aleuten, über dem Nordatlantik sowie über Nordrussland wurde richtig erkannt, wenn auch in der Realität etwas weiter westlich gelegen als prognostiziert. Das vorhergesagte tiefe Geopotential im Bereich Westpazifik / Japan trat lediglich andeutungsweise auf, dies gilt auch für den nordafrikanischen Bereich.

Hohes Geopotential herrschte erwartungsgemäß über großen Teilen des amerikanischen Kontinents sowie über Grönland und Skandinavien und auch über dem Nahen und Mittleren Osten Die Zone hohen Geopotentials über West – und Mitteleuropa fehlt, weil – wie oben gesagt – das tiefe Geopotential auf dem Atlantik etwas weiter östlich prognostiziert war.

Fazit: Zirkulation im Großen und Ganzen richtig erkannt, aber nicht im Detail.

Gruß

KHB

 

Verifikation der Dezember 2016 – Prognose

Hallo,

die Prognose für den Dezember 2016:

Bodendruck:

sbk2sgrg46

Tatsächlich eingetreten:

qttlf2xsb9

Die größte Übereinstimmung gab es über Nordamerika: hoher Luftdruck Aleuten und Alaska, tiefer Druck USA und nahe Hudson Bay, auch über Asien, tiefer Druck Indien, China. Die geringste Übereinstimmung gab es über Europa sowie der Arktis. Der prognostizierte hohe Druck entlang der nordrussischen Küste trat nur rudimentär auf, das Zentrum negativer Druckabweichung lag bei Südgrönland und nicht westlich der Britischen Inseln.

Prognose der Geopotanomalien 500hPa:

l90wi2zoob

Tatsächlich eingetreten:

dhtmtfmwkv

Übereinstimmung bzw. Nicht – Übereinstimmung entsprechend der Bodendruck – Kritik.

Prognose der Temperaturanomalie:

qezwhf0gvo

Tatsächlich eingetreten:

ewfpzyyqe7

Recht gute Übereinstimmung Arktis, USA, insbesondere Alaska, westliches und mittleres Kanada, die Zone negativer Abweichung über Sibirien lag etwas nördlicher als prognostiziert. Für Europa wurden durchschnittliche Temperaturen vorhergesagt, tatsächlich lagen sie etwa 1 K (Mitteleuropa) bis 2 K (Nordeuropa) über dem Mittel 1981 – 2010.

Prognose der Niederschlagsanomalie:

6yu_o8yw1g

Tatsächlich eingetreten:

bchpfhvzsk

Für Deutschland wurden durchschnittliche bis überdurchschnittliche Niederschläge vorhergesagt, jedoch wurden nur in Nordostdeutschland annähernd durchschnittliche Niederschlagsmengen erreicht, sonst war der Monat meist deutlich zu trocken.

Prognose der Stärke des stratosphärischen Polarwirbels:

5e2qjelne7

Tatsächlich eingetreten:

eaor4y5ijr

Übereinstimmung besteht bei positiver Anomalie über der Arktis, jedoch nicht bei deren Ausdehnung. Auch bei der Zone negativer Abweichung besteht nur teilweise Übereinstimmung (Westkanada).

Gruß

KHB

Verifikation der November 2016 – Prognose

Hallo,

November Prognose Bodendruck:

axtrlfqlvv

 

Tatsächlicher Bodendruck:

compday

 

Sehr gute Übereinstimmung Alaska, Nordkanada, Grönland, Tief südlich Neufundlands exakt, Frankreich, Iberische Halbinsel, Nordwestafrika, sehr exakt auch Nordindien, China. Das Aleutentief war stärker und befand sich etwas weiter östlich.

Der hohe Druck über dem westlichen Nordatlantik verband sich mit dem hohen Druck über Nordrussland, der ebenso exakt prognostiziert wurde und spaltete den tiefen Druck über GB.

Auf jeden Fall wurde der hohe Druck über Nordrussland und der tiefe Druck über Nordkanada richtig erkannt.

Prognose der Geopotentialanomalien 500hPa:

uokkodmpig

 

Tatsächlich eingetreten:

compday

 

Das hohe Geopotential über Kanada und den USA wurde nicht erkannt, ansonsten siehe Bodendruck – Kritik.

Prognose der Temperaturanomalien:

ju4hiehthw

 

Tatsächlich eingetreten:

compday

 

USA fehlerhaft, Mittel – und Nordeuropa etwas zu mild prognostiziert, sonst gute Übereinstimmung.

Prognose der Niederschlagsanomalien:

muoucxfhml

 

Tatsächlich eingetreten:

compday

Deutschland wurde als „zu trocken“ prognostiziert, müsste stimmen. Ansonsten kann sich jeder ein Bild machen.

Prognose des stratosphärischen Polarwirbels:

vnly0uomo9

 

Tatsächlich eingetreten:

compday

 

Sieht absolut geil aus.

Gruß

KHB

Verifikation der Oktober 2016 – Prognose

Hallo,

Prognose der Bodendruckanomalien:

yf2sdbbgdw

Tatsächlich eingetreten:

rkfunsqop8

Falsch eingeschätzt wurde der arktische Bereich, Nordmeer, Skandinavien, Nordküste Russlands, bleibt nicht viel übrig, einigermaßen Übereinstimmung Pazifik, Ostsibirien, Westküste Kanadas, Ostkanada.

Prognose Geopotentialanomalien 500hPa:

i_pjqorcvw

Tatsächlich eingetreten:

y4byvpogsl

Die negative AO wurde nicht erkannt, entsprechend wurde das hohe Geopotential über Russland in der Prognose zu südlich angesetzt, das tiefe Geopotential bei Grönland zu nördlich. Besser der pazifische  Raum, tiefes Geopotential Ostsibirien, kanadische Westküste sowie der amerikanische Kontinent, hohes Geopotential USA und östliches Kanada.

Prognose der Temperatur:

vcpjpvluph

Tatsächlich eingetreten:

f7wzkooudy

Da die negative AO nicht erkannt wurde, stimmen natürlich auch die Gebiete positiver und negativer Temperaturanomalien nicht überein, hinzu kommt noch, dass bedingt durch die starke Arktiserwärmung der letzen Jahre die dortigen Temperaturverhältnisse mit dieser Methode (Vergleichsjahre oft auch 80er und 90er Jahre) nicht rekonstruiert werden können.

Prognose der Niederschlagsanomalien:

hiym2ddgeb

Tatsächlich eingetreten:

svltyjzrso

Die Übereinstimmung von Prognose und Realität beim Niederschlag hängt natürlich von der Übereinstimmung beim Bodendruck ab – und diese war mäßig.

Fazit: Es bietet sich an, in den „Wintermonaten“ Oktober – März die AO und NAO stärker in Betracht zu ziehen. Man erkennt im Oktober 2016 ganz klar, wie eine negative AO Bodendruck – und Geopotentialanomalien der gesamten NH strukturiert und wie die NAO diese in ihrem Bereich noch nuanziert. Eine Konzentration auf Bestimmung beider  Indices hätte wohl bessere Ergebnisse gebracht.

Oder umgekehrt, man sucht einen Extremwert von NAO oder AO aus den vorangegangenen Monaten, verkürzt den Korrelationszeitraum, was natürlich auch problematisch ist, aber man erhält vergleichbare Bedingungen (Temperaturwerte, arktische Eisverhältnisse, Schneebedeckung).

Der Juli 2016 hatte den 5. niedrigsten NAO – Wert seit 1950, lineare Regression Juli NAO – Oktober Geopotentialanomalie für den Zeitraum 2006 – 2015 (also 2016 ist unbekannt), sieht dann so aus:

91

 

Da die Juli – NAO negativ war, muss,  wenn Übereinstimmung herrschen soll, die tatsächliche Geopotentialanomalie des Oktober 2016 in der Darstellung (Farben) genau umgekehrt sein und siehe da, das passt sehr gut…………..

 

Nochmals zum Vergleich Oktober 2016:

y4byvpogsl

Übereinstimmung Aleuten, Alaska, Westkanada, Ostkanada, USA, Davisstraße, Südgrönland, Nordmeer, Skandinavien,  Mitteleuropa, Nordafrika, Nordrussland, Sibirien, Pazifik. Ist schon ziemlich geil, wird aber nicht immer so einfach sein.

 

Gruß

KHB

Verifikation der September 2016 – Prognose

Hallo,

die Prognose der Bodendruckanomalie:

pzVwaRRDsM

Die tatsächliche Anomalie:

jaiqtv1pqm

Übereinstimmung: Tiefer Druck nördlich von 80°N, Grönland, Island, südliches Asien, Pazifik 40 – 60°N 170°E – 170°W

Hoher Druck: Westküste Kanada, USA,  Osten Kanadas, Atlantik 30 – 45°N, West – Mittel – Nordeuropa, östliches Nordsibirien

Keine Übereinstimmung: Alaska, meridionale Tiefdruckzone Kanada / USA  um 20° zu östlich berechnet, tiefer Druck Russland zu östlich berechnet, hoher Druck entlang der Nordküste Russlands nicht berechnet, dies ist der Hauptfehler.

 

Prognose der Geopotentialanomalie 500hPa:

bHgwnoXSuU

Die tatsächliche Anomalie:

4r9yrywko1

Übereinstimmung: Tiefes Geopotential südlich Islands, Pazifik 40 – 50°N 170°W – 170°E.

Hohes Geopotential: Alaska, Westküste USA – Kanada, Ostkanada, Atlantik 20 – 40°N, West – Mittel – Nord – Osteuropa, nördliches Sibirien, Ostasien, vorderer Orient, Ostafrika.

Keine Übereinstimmung: Tiefes Geopotential Kanada / USA um 20° zu östlich berechnet, tiefes Geopotential Russland um 20° zu östlich berechnet, Geopotential Nowaja Semlja falsch.

 

Prognose der Temperaturanomalie:

XJGx_yoly5

Tatsächliche Anomalie:

2csiq0ivkg

Übereinstimmung: Tiefe Temperaturen im Westen der USA, östlich von Neufundland.

Hohe Temperaturen recht gut getroffen, da sie beinahe überall übernormal waren.

Keine Übereinstimmung: Alaska, Spitzbergen, europäisches Russland.

 

Prognose der Niederschlagsanomalie:

iRDoY3oo4d

Tatsächliche Anomalie:

8lidckdhgy

Beste Übereinstimmung: Wüstengebiete Afrikas und Asiens (kleiner Scherz am Rande), ganz ordentlich auch West – Süd – Mittel – Nord – Osteuropa, auch USA, Kanada, Asien ganz ordentlich. Und jeder kann jetzt gerne das Haar in der Suppe suchen (wobei ein Haar in der Suppe relativ viel ist, ein Haar auf dem Kopf dagegen relativ wenig).

In diesem Sinne

Gruß

KHB

Verifikation der August 2016 – Prognose

Hallo,

Prognose der Bodendruckanomalien:

T7OwHMReaB

Tatsächliche Bodendruckanomalien August 2016:

Tj1wd3SBS2

Eine recht gute Übereinstimmung herrscht vom Osten des amerikanischen Kontinents über den Atlantik und Europa bis Westsibirien, tiefer Druck Hudsonbay, durchschnittlicher bis leicht negative Abweichung Kanada, USA, negative Abweichung südlich Islands, positive Abweichung NO – Kanada, Grönland, Europa, Mittelmeer, Nordafrika, auch der Bereich größter positiver Abweichung im Raum 50°N 90°E wurde annähernd richtig prognostiziert.

Die positive Abweichung nördlich des 85. Breitengrades ist nicht eingetreten, auch die Prognose für den ostasiatischen / westamerikanischen Bereich ist nicht eingetroffen.

Prognose Geopotentialanomalie 500hPa:

IANJSzM1QF

Tatsächliche Geopotentialanomalie 500hPa:

hKyzDxtrWx

Übereinstimmung und Abweichung entsprechen dem Bild des Bodendrucks.

Prognose Temperaturabweichung:

xB2TKqJR_8

Tatsächliche Temperaturabweichung:

iLMfFIHumA

Recht gute Übereinstimmung in den mittleren Breiten, negative Abweichung südlich Grönlands nordostwärts Richtung Skandinavien sowie Nordsibirien, auch Nordafrika, mittlerer Osten. Die positiven Abweichungen über Kanada, Davisstraße, Grönland , Nowaja Semlja und dem Uralbereich wurden ebenfalls richtig prognostiziert. Die für Südosteuropa vorhergesagten positiven Abweichungen traten weiter im Osten, Türkei, Südrussland, auf.

Prognose Niederschlag:

x8gQx3nCGt

Tatsächlicher Niederschlag:

s58M6VbMDA

Im europäischen Raum stimmt das Grundmuster überein, übernormaler Niederschlag von Schottland über Skandinavien zur nordrussischen Küste, unternormaler Niederschlag von Mitteleuropa ostnordostwärts bis China.

Prognose Geopotentialabweichung 50hPa:

Tt1qXT48dN

Tatsächliche Geopotentialabweichung:

Rg38VTfjbu

Sieht man vom arktischen Bereich nördlich von 85°N ab, ist die Übereinstimmung nahezu 1:1, positive Anomalien von Alaska nach Nordostkanada, Westgrönland, dann Osteuropa, ferner Osten. Negative Anomalien findet man südlich von 30°N, die Zone positiver Anomalie zwischen 90 und 120°W ist in der Prognose druch eine geringere negative Anomalie wiedergegeben, auch die Zone schwächerer positiver Anomalie über dem Atlantik ist in der Prognose erfasst, dies gilt auch für den Bereich nordsibirische Küste.

Die davon abgeleitete Bodendruckabweichung:

1lT9yLc_L0

Und zum Vergleich nochmals die tatsächliche Abweichung:

Tj1wd3SBS2

Die einfache Ableitung aus der stratosphärischen Geopotentialanomalie ist insgesamt wohl nicht zielführend (obwohl die postiven Druckabweichungen vor der westkanadischen Küste, über Nordostkanada, Grönland, Russland ganz gut erfasst wurden). Ich werde diese Option zwar im Auge behalten, aber nicht veröffentlichen.

Gruß

KHB

 

Verifikation der Juli 2016 – Prognose

Hallo,

zunächst zur Prognose des Bodendrucks für den Juli 2016, der sich aus dem Bodendruck des Juni 2016 errechnete:

eihhghzLbm

Und hier der tatsächliche Juli 2016:

XLub79EDpb

Übereinstimmung Tief Alaska, NW – K anada, Ostsibirien, Hoch Ostasien. Das Tief über Skandinavien wurde unpräzise prognostiziert, Bodendruck West – und Mitteleuropa höher als erwartet, gilt auch für Grönland und angrenzende Meeresgebiete, in den USA tiefer als erwartet. Der prognostizierte hohe Druck über dem europäischen Russland fehlt, hier ist lediglich die Zone tiefen Drucks unterbrochen.

Insgesamt nicht befriedigend.

Die Temperaturprognose für den Juli 2016:

P7enwJrvQu

Die tatsächliche Temperaturanomalie:

wKanwnYCyN

Insgesamt eine recht gute Übereinstimmung: Kanada, Hudsonbay, Grönland, Davisstraße, auch die warme Brücke nach Osten Richtung Skandinavien, Nowaja Semlja ist vorhanden. Die Temperaturverhältnisse in Europa wurden recht gut getroffen, auch speziell in Deutschland.

Ebenso traten die prognostizierten negativen Temperaturanomalien über dem östlichen Nordsibirien ein, genau wie die östlich des Kaspischen Meeres. Auch die Temperaturen über dem Nordatlantik stimmen weitgehend überein, wobei die Zone positiver Anomalie über dem östlichen Nordatlantik etwas in Richtung der Iberischen Halbinsel verschoben ist.

Der einzig nennenswerte Fehler betrifft den Nordwesten der USA, hier wurden positive Anomalien vorhergesagt und es traten negative auf.

Die Niederschlagsprognose für den Juli 2016:

zPlbNmE08p

Die tatsächliche Niederschlagsanomalie des Juli 2016:

0wyljixRpP

Der Vergleich beim Niederschlag ist wie immer sehr schwierig. Ich beschränke mich deshalb auf Europa. Der übernormale Niederschlag in West – Süd – Mittel – Nordeuropa wurde richtig prognostiziert. Jedoch war dieser über Polen und Westrussland deutlich höher als vorhergesagt (dies ist dem tieferen Druck dort geschuldet, siehe Bodendruckanomalie).

Die Prognose der Geopotentialanomalie auf der 500hPa – Ebene für Juli 2016:

YO3bv2Jmbu

Die tatsächliche Geopotentialanomalie:

cDiUNaH7ae

Übereinstimmung im Bereich Grönland – Arktis, westlich der Iberischen Halbinsel, das tiefe Geopotential bei Alaska war nur angedeutet, das hohe über dem Südwesten Kanadas lag westlicher, an der Nordküste Ostsibiriens herrschte tiefes statt des prognostizierten hohen Geopotentials.

Das tiefe Geopotential bei GB / Nordsee ist gut getroffen, auch die Zone tiefen Geopotentials Richtung Neufundland – Kanada, das tiefe über Westsibirien trat in abgeschwächter Form auf. Über Südwesteuropa, Frankreich und Deutschland war das Geopotential höher als erwartet.

Aus der Prognose der Geopotentialanomalie im 500hPa – Niveau wurde dann die Bodendruckanomalie abgeleitet (die Vergleichsjahre von Bodendruck und Geopotential unterschieden sich ja und die Gewichtung der einzelnen Jahre sowieso):

7kBq7pw8h0

Hier nochmals zum Vergleich die tatsächlichen Bodendruckanomalien des Juli 2016:

XLub79EDpb

Problembereich, wenig oder kaum Übereinstimmung Alaska, Aleuten, Frankreich, Mittel – und Südeuropa.

Die Prognose der Geopotentialanomalie auf der 50hPa – Ebene (Stratosphäre), wiederum andere Vergleichsjahre und andere Gewichtung:

77a8EF_ygy

Und hier die tatsächliche Abweichung:

LcDLjgUmmS

Im Wesentlichen richtig wurde die negative Geopotentialabweichung im tropischen und subtropischen Bereich so wie die positive nördlich von 40°N prognostiziert. Auch die Zonen der größten positiven Abweichung über den Aleuten und Ostasien stimmen überein, jedoch wurde die positive Anomalie über Nordgrönland zu hoch berechnet.

Die positive Abweichung über Mexiko / Pazifik wurde nicht gesehen, ebenso die negative nördlich der  Meeresgebiete Ostsibiriens. Die prognostizierte deutlich negative Abweichung über dem Uralgebiet deutet sich lediglich durch eine vergleichsweise schwache positive Anomalie an.

Auch hier wurde aus der 50hPa – Anomalie die Bodendruckanomalien für den Juli 2016 abgeleitet:

iAzTp6mVDQ

Und erneut zum Vergleich die tatsächlichen Bodendruckanomalien des Juli 2016:

XLub79EDpb

Übereinstimmung (in der Grundstruktur) hoher Druck Grönland und tiefer Druck GB, ansatzweise Hudsonbay, Alaska. Der prognostizierte hohe Druck über Westrussland lag über Westsibirien, der tiefe Druck über dem südlichen Westsibirien war in abgeschwächter Form vorhanden.

Gruß

KHB

 

Verifikation der Juni 2016 – Prognose

Hallo,

dies war meine Prognose der Bodendruckanomalien für Juni 2016 auf der NH:

S1wGnUCsyq

und dies ist die Realität:

mBKuELwf7k

Übereinstimmung zeigt sich in der Arktis, südlich der Aleuten, über Nordostkanada, der Karibik und Mittelamerika, dem mittleren Nordatlantik, von Island über Großbritannien, Mitteleuropa, dem Mittelmeer bis Nordafrika, Skandinavien, dem europäischen Russland, dem südlichen Asien.

Nicht eingetreten ist der tiefe Druck über Grönland, der tiefe Druck südlich der Hudsonbay wurde als durchschnittlich prognostiziert, der hohe Druck über den USA als durchschnittlich bis leicht positiv, der tiefe Druck im Bereich des Ural wurde nicht erkannt, der tiefe Druck über Nordsibirien griff südlicher aus als erwartet.

Die Situation über Europa ist recht gut getroffen: Mitteleuropa unter tiefem Druck, umrahmt von hohem Druck über dem (West -) Atlantik, Skandinavien und Osteuropa, wobei der tiefe Druck bis Nordafrika reicht.

Die Temperaturprognose:

FBNUdXEIrE

und die Realität:

EXkugSs7DL

Übereinstimmung besteht zum großen Teil über den USA und Kanada, der Davisstraße, Grönland, Island, dem Ostatlantik von England bis 10°N, Südwesteuropa, dem zentralen Nordafrika, von Schottland über Skandinavien, Osteuropa bis zum Kaspischen Meer, sowie Ostsibirien.

Die Temperaturen über dem südlichen Mitteleuropa, Italien, Balkan wurden als etwas zu tief prognostiziert, die negativ abweichend prognostizierte Temperatur über Nordwestsibirien hatte dann real eine deutlich positive Abweichung.

Die Prognose des Niederschlags:

zfLnKvHc2u

Die Realität:

HQjKjQCaSj

 

Nordhemisphärisch ist der Vergleich sehr schwer durchzuführen, deshalb möchte ich mich hier auf Europa beschränken (ansonsten hat jeder Betrachter die Möglichkeit individuelle Vergleiche vorzunehmen).

Der Bereich übernormaler Niederschläge ist gut erkannt, er reicht von Großbritannien im Westen nach Skandinavien, umfasst West -, Mittel -, Südost – und Südeuropa und erstreckt sich  bis Nordafrika. In der Prognose liegt der Schwerpunkt jedoch zu weit östlich, in der Realität befindet sich Westrussland bereits im Bereich negativer Niederschlagsanomalien.

Gruß

KHB

Verifikation der Mai 2016 – Prognose

Hallo,

dies war meine Prognose der Bodendruckanomalien für Mai 2016 auf der NH:

PyAqNa13Cn

Und dies war der tatsächliche Mai 2016:

compday

Gute Übereinstimmung: hoher Druck Arktis, hoher Druck Aleuten, Alaska, NW – Kanada, Westatlantik, Nordural.

Tiefer Druck: ansatzweise Hudsonbay bis Westgrönland, Ostsibirien, Beringstraße, Mittel – und Osteuropa sowie Süd – und Südosteuropa.

Nicht eingetreten ist der hohe Druck über dem Nordatlantik und der tiefe Druck über Nordskandinavien. Über Nordeuropa reichte eine Zone hohen Drucks westwärts bis Südgrönland, diese spaltete den Tiefdruckkomplex über Europa. Dadurch lag Mitteleuropa zwar unter dem prognostizierten tiefen Druck, aber die negative Druckanomalie war deshalb zonal und nicht meridional angeordnet. Dies wiederum war verbunden mit verstärkter Tiefdrucktätigkeit von Nordost – Kanada über den mittleren Nordatlantik, West – Mittel – Süd – Osteuropa bis Ostsibirien.

Meine Temperaturprognose:

0hbhSl0MQV

Tatsächlich eingetreten:

compday

Gute Übereinstimmung: NW – und NO – Kanada, Skandinavien, Osteuropa, Iberische Halbinsel, Mittelmeer, Sibirien, Asien, Afrika, USA nur zum Teil. Der als zu kalt prognostizierte Bereich nördlich Grönlands hatte eine vergleichsweise geringe (im Vergleich mit der Arktis insgesamt) positive Temperaturabweichung.

Meine Niederschlagsprognose:

KOfTp7fMqf

Tatsächlich eingetreten:

compday

Ein Vergleich ist im Einzelfall sehr schwierig. Deshalb beschränke ich mich auf den europäischen Raum.

Wenn man von Schweden / Finnland absieht, ist die Übereinstimmung recht gut. Die prognostizierten hohen Niederschläge über SW – Europa, Frankreich, dem Alpenraum und Süddeutschland (nach Norden abnehmend), dem gesamten Mittelmeerbereich, Osteuropa sind eingetreten, ebenso die geringen Niederschläge über dem nördlichen Sibirien.

Gruß

KHB